Der LocViewer Pro bietet über den Funktionsumfang des LocViewers hinaus folgende Leistungsmerkmale:
Für Dateizugriffe muss das Handy zusätzlich JSR 75 oder den proprietären Siemens-Weg unterstützen. Für das Senden der Position per SMS wird JSR 120 benötigt.
GPX-Dateien (GPS Exchange format) haben sich zum Quasi-Standard zum Austausch von Wegpunkten entwickelt. GPX-Dateien können in viele weitere Formate konvertiert werden (siehe z.B. GPSBabel). LocViewer Pro unterstützt z.Z. das GPX 1.1 Schema. Falls Dateien im GPX 1.0 Schema vorliegen, kann ebenfalls GPSBabel zur Konvertierung benutzt werden.
GPX-Dateien können mehrere Wegpunkte, Routen oder Tracks enthalten. Eine Route ist eine geordnete Liste von Wegpunkten, die Zwischenstopps zu einem Ziel repräsentieren. Ein Track ist dagegen eine geordnete Liste von Punkten, die einen Pfad beschreiben. Da Tracks typischerweise sehr viele Punkte enthalten, kann die Leistungsfähigkeit eines Handys davon überfordert werden. Intern in LocViewer Pro werden Wegpunkte grundsätzlich in Routen verwaltet.
LocViewer Pro ist Shareware. Die Download-Version ist voll funktionsfähig und läuft 3 Tage. Das sollte reichen, um die Zusatzfunktionen der Pro-Version zu testen. Die Basisfunktionen können beliebig lange mit dem kostenlosen LocViewer getestet werden. Danach ist die Eingabe eines Lizenzschlüssels notwendig, den Sie auf der Download-Seite online erwerben oder über das Feedback-Formular anfordern können. Der Lizenzschlüssel ist auch für alle Folgeversionen mit adäquatem Funktionsumfang gültig und kostet 9,99 EUR.
LocViewerPro.zip auf einem PC entpacken und
die Anwendung entsprechend den Gegebenheiten Ihres Handy-Typs
installieren. Weitere Hinweise finden sie in den FAQ.Data inbox. Dieser existiert auf
Siemens-Handys i.d.R. bereits. Auf Handys anderer Hersteller muss
dieser Ordner an geeigneter Stelle angelegt werden.
LocViewer Pro sucht diesen Ordner in den Wurzeln der
Dateisysteme, d.h. auch auf einer eventuell vorhandenen
Speicherkarte, sowie in den Standardverzeichnissen für Bilder,
Töne, Videos und anderes. Wenn der Ordner nicht gefunden wird,
wird er in einem dieser Verzeichnisse automatisch angelegt.Der Dateizugriff ist in den Handy-Betriebssystemen aus Sicherheitsgründen extrem restriktiv implementiert. Auf Nicht-Siemens-Handys kann der Dateizugriff standardmäßig durch das Handy ohne Rückfrage an den Benutzer verweigert werden. Bitte stellen Sie daher die Sicherheitseinstellungen unbedingt so ein, dass der Benutzer vor dem Dateizugriff gefragt wird.
Bitte beachten auch Sie die Benutzungshinweise der Basisversion!
Die Pro-Funktionen können im Hauptmenü oder in "Karten" bzw. "GPS-Daten" angewählt werden. Der geschwindigkeitsabhängige Richtungspfeil steht in der Kartendarstellung automatisch zur Verfügung.

Data inbox kopieren.


Data inbox vorhandenen Dateien. Mit der
Auswahl einer Datei startet der Import. Der Import kann jederzeit
abgebrochen werden. Nach erfolgreichem Import kann die Datei
optional gelöscht werden. Da eine GPX-Datei mehrere Routen
enthalten kann, können bei einem Import-Vorgang auch mehrere
Routen angelegt werden. "Freie" Wegpunkte, die in der GPX-Datei
nicht an eine Route gebunden sind, werden in LocViewer Pro zu
einer Route zusammengefasst.


Data inbox
angelegt. Falls die Zieldatei bereits vorhanden ist, wird der
Benutzer zur Bestätigung aufgefordert.


Unter "Optionen" steht die Option "Wegpunkte" mit den oben beschriebenen Funktionen zur Verfügung. Beim Start ist die Kartendarstellung zunächst mit keiner Route verknüpft. Wenn man eine Route auswählt und die Detaildarstellung mit OK bestätigt, wird diese Route als aktuelle ausgewählt. Auch neu angelegte Routen werden zur aktuellen.



Die NMEA-Rohdaten können in eine Datei geloggt werden.
Diese Funktion wird im Hauptmenü mit "NMEA-Log ein" ein- und
mit "NMEA-Log aus" wieder ausgeschaltet. Die Datei wird im
Verzeichnis Data inbox angelegt. Der Dateiname
kann im Menüpunkt "Optionen" festgelegt werden. Voreingestellt
ist nmea.log.
Der Weiterverarbeitung des NMEA-Logs sind kaum Grenzen gesetzt. Z.B. ist mit GPSBabel eine Konvertierung in andere Formate möglich.
Mit einem internen GPS-Empfänger ist das Loggen nur möglich, wenn das Handy den Zugriff auf die NMEA-Rohdaten unterstützt.
Die aktuelle Position kann zyklisch an einen Server im Internet
gesendet werden. Die Zykluszeit in Sekunden wird im Menü
"Optionen" im Eingabefeld "Periode" konfiguriert. Beim Standardwert
0 erfolgt keine Übertragung. Ein solcher Server
muss nutzerseitig bereit gestellt werden. Die URL des Servers ist
im Eingabefeld "URL-Format" einzutragen. Die URL kann die
nachfolgenden Formatierungszeichen beinhalten. Diese werden dann
durch die jeweils aktuellen Werte ersetzt.
| Formatierungszeichen | Beschreibung |
|---|---|
| %ts | Zeitstempel |
| %la | Geografische Breite als vorzeichenbehaftete Dezimalzahl in Grad |
| %lo | Geografische Länge als vorzeichenbehaftete Dezimalzahl in Grad |
| %qu | GPS-Qualitätsindikator (0: ungültig, 1: GPS, 2: Differential GPS) |
| %ns | Anzahl der benutzten Satelliten |
| %hd | Signalgüte |
| %al | Höhe in m |
| %tt | Richtung in Grad |
| %gs | Geschwindigkeit in km/h oder kn |
In der Zeitschrift c't 2009, Heft 11, S. 156-160 wurde ein Software-Projekt veröffentlicht, das diese Funktionalität benutzt.
Wenn der Positionsalarm eingeschaltet wird, wird die aktuelle Position gespeichert. Im Menü "Optionen" kann ein Alarmradius konfiguriert werden. Wenn die aktuelle Position von der ursprünglichen Position um mehr als den konfigurierten Alarmradius abweicht, wird ein akustischer Alarm ausgelöst. Das passiert auch nach 60 s, wenn die Verbindung zum GPS-Empänger oder zu den Satelliten verloren geht. Danach wird die Positionsüberwachung abgeschaltet um nicht zu nerven. Diese Funktionalität kann für Segler sehr nützlich sein.